Willkommen

Liebe Schwestern und Brüder!
Viele Menschen außerhalb der „närrischen Regionen“, zu denen wir ja auch gehören, verstehen uns während der Fastnachtszeit einfach nicht. „Verordneter Frohsinn“, „Lachen auf Kommando“ oder Ähnliches werfen sie uns vor. Als Rheinländer, der viele Jahre in Norddeutschland verbracht hat, kenne ich diese Bemerkungen nur allzu gut.
Was ist dran? Gefühlt nichts! Ganz im Gegenteil: keiner zwingt mich im Karneval zu lachen oder fröhlich zu sein. Ich darf Fastnacht feiern auch im Wissen darum, dass es sich in den „Karnevalshochburgen“ nicht nur um ein reines Brauchtum handelt, sondern um eine riesige Geldmaschine. Aber auch dort gibt es wie bei uns viele Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich für die närrische Sache engagieren und deren Motivation es ist, ihren Mitmenschen Freude und eine gute Zeit zu bereiten.
Als Christ – zumal als Katholik – weiß ich mich beim Karnevalsfeiern eingebettet in die Tradition der Kirche. „Fast-Nacht“, als die Nacht, die Zeit vor dem Fasten oder „Carne Vale“ übersetzt mit „Fleisch Lebewohl“, diese Worte weisen darauf hin, dass nach dem närrischen Treiben die Fastenzeit beginnt. Noch einmal gut feiern, bevor wir uns besinnen und uns auf Ostern vorbereiten. Karneval und Fastnacht also als gottgeschenkte Zeit! Besonders mit dieser Motivation freue ich mich sehr auf Karneval und zum Lachen und zum Fröhlich sein muss man mich nicht zwingen!
In diesem Sinne alles Gute und Gottes Segen
für Fastnacht und die Fastenzeit!

Ihr Pater Albert