Willkommen

 


 Das Pfarrbüro in Salmtal ist am Dienstag, 06.12.2022 wegen Fortbildung geschlossen!

 

 

 


 


Liebe Schwestern und Brüder!

Schiffe auf Gewässern üben auf mich schon immer eine Faszination aus. Schon als kleines Kind in Köln gehörte zu einem Innenstadtbesuch für mich auch eine kurze Fahrt mit einem Boot vom Domanleger zum Deutzer Ufer und wieder zurück unbedingt dazu. Später dann zog mich das Meer in den Bann. Mein erster Urlaub an der Ostsee und ein allererster Blick auf die See bleiben bis heute für mich unvergesslich.

Bis heute wirkt diese „Verzauberung“ mit dem „Großen Wasser“ und mit Gefährten, die dieses befahren, fort. Auf unserem Titelbild können Sie eine moderne Darstellung der Geburt Jesu auf einem Schiff sehen. Am Heck dieses Bootes befindet sich Maria mit dem Kind und vor ihr viele Menschen, die die junge Mutter mit ihrem Nachwuchs betrachten. An einer Ecke des Bildes ist inmitten von grünen Wiesen eine Stadt erkennbar, zu der das Geburtsschiff anscheinend unterwegs ist.

Das „Schiff, das sich Gemeinde nennt“, das „Kirchenschiff“ oder auch die Wundererzählung im Evangelium, die von einer stürmischen Fahrt Jesu und seiner Jünger auf dem See Genezareth berichtet, kommen mir beim Betrachten unseres Weihnachtsbildes spontan in den Sinn. Dass wir als Kirche momentan eher wogende Wasser durchqueren und uns der Wind scharf ins Gesicht weht, kann wohl niemand verneinen. Von daher besitzt unsere Titelillustration einen sehr aktuellen Charakter.

Von Anfang an umgibt sich Gott mit Menschen. Indem er in Jesus Mensch wird, begibt er sich in eine konkrete Familie. Sie ist in gewisser Weise das Ursprungsschiff, indem er in unserer Gestalt in dieser Welt unterwegs ist. Die Geburt Jesu geschieht zwar in Armut und unter widrigen Bedingungen aber dennoch nicht ohne Zeugen. Zu ihnen gehören die Hirten, die Weisen aus dem Morgenland, die Engel und vertreten durch die Schafe und Ziegen der Hirten auch die Tiere.

Für diese Zeugen stehen die im Geburtsschiff Mitreisenden, und heute sind wir an die Stelle der vielen getreten, die damals in Bethlehem dabei waren.  In einem bekannten Lied aus alter Zeit heißt es daher:

„Es kommt ein Schiff, geladen

bis an sein’ höchsten Bord,

trägt Gottes Sohn voll Gnaden,

des Vaters ewigs Wort.“

Wir sind Passagiere auf dem Geburtsschiff Jesu und bereisen auf und mit ihm das bewegte Meer unserer Zeit. Schon lange ist es unterwegs und momentan gestaltet sich die Fahrt nicht gerade einfach. Besteigen wir wie viele ein Rettungsboot, das uns vom Schifflein Petri wegbringt oder bleiben wir darauf? Weihnachten stellt uns vielleicht besonders in diesem Jahr die Frage, wie wir uns angesichts von vielen Turbulenzen in dieser Frage verhalten. Ich vertraue darauf, dass mich das Geburtsschiff Christi gut trägt im Meer der Zeit.

Gerade auch in stürmischen Zeiten gefällt mir eine Fahrt mit dem Schiff außerordentlich. Auch in der stürmischen Biskaya oder beim Überqueren des bewegten Delaware fühlte ich mich im jeweiligen Boot geborgen. Christus schenkt mir auch jetzt die Erfahrung von Sicherheit und Frieden. In seinem Schiff komme ich am Zielhafen gut an.

Im Namen des ganzen Teams darf ich Ihnen und Euch frohe Feiertage und ein gesegnetes Neues Jahr wünschen.                                                                                  Ihr und Euer P. Albert