Willkommen

Liebe Mitchristen!

Wir bewegen uns wieder auf die närrische Zeit zu. Manch einer ist schon mittendrin beim „Büttenredenschreiben“, „Kostümeschneidern“ oder „Gardetänzeproben“. Es ist die Zeit der bunten Farben, des Hineinschlüpfens in eine andere Rolle, die Zeit des Feierns, des Lachens und der Fröhlichkeit. Auch Jesus muss solche ähnliche Zeiten erlebt haben. Denken wir doch mal an die Hochzeit zu Kanaan. Kaum denkbar, dass Jesus diesem fröhlichen und freudigen Fest ohne Lachen beigewohnt hat. Lachen ist Balsam für die Seele, es tut unserem Körper gut, belebt ihn und fördert die Durchblutung. Es schafft Distanz zu den Problemen, die uns bedrücken und macht sie geringfügiger. Und gerade aus der Distanz heraus lassen sich eher Lösungsansätze entwickeln. Lachen lässt uns die Leichtigkeit des Lebens spüren, die wir in unserem Alltag oftmals vermissen. Auch Jesus hat das gewusst. Er hat es bestimmt nicht leicht gehabt. Immer wieder ist er auf Widerstand, Ablehnung und Kritik gestoßen mit seiner Botschaft. Enttäuschungen waren seine steten Begleiter. Denn das Leben hat ja beide Seiten: Trauer und Freude, Weinen und Lachen. Jesus ist an diesem Punkt in seinem Menschsein wie wir. Er blendet keine der beiden Seiten aus.

Jedoch ist seine schlimmste Erfahrung, sein qualvoller Tod am Kreuz nicht das Letzte gewesen. Aller Ohnmacht, Trauer und Niedergeschlagenheit zum Trotz mündet es ein in die Freude des Ostermorgens und die Auferstehung. Das ist bereits ein Hinweis auf diese Freude, die uns allen einmal blühen wird. Ich könnte mir diesen Jesus nicht vorstellen ohne diese frohe, optimistische, mitreißende und lebensbejahende Einstellung. Denn er hat uns eine frohe Botschaft verkündet und zugesagt, dass wir das Leben auch jetzt schon in Fülle haben dürfen.

In der Fastnachtszeit darf diese positive Lebenshaltung bei uns ganz besonders ihren Ausdruck finden. Gerade dann und jetzt erst recht, wo uns in unseren gesellschaftlichen, politischen Bereichen und kirchlichen Umstrukturierungsprozessen ein scharfer Wind um die Nase weht!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen eine schöne Fastnachtszeit, in der Sie die Leichtigkeit des Lebens spüren dürfen, um vielleicht schon eine kleine Vorahnung zu erhaschen von der Freude, die uns einmal bei Gott in seinem Reich ewig geschenkt wird.

Ihnen allen ein frohes Helau und Alaaf,

Ihre Gemeindereferentin Beate von Wiecki-Wiertz