Willkommen

 

 

 

 

 
Achtung: Wegen einer technischen Störung funktioniert die Telefonanlage im Pfarrhaus in Salmtal zur Zeit nicht! Bitte melden Sie sich in dringenden Fällen unter der Nummer 06578-227 im Pfarrhaus in Dreis oder kontaktieren Sie uns per Email. Wir hoffen das die Störung Anfang der nächsten Woche behoben werden kann und bitten um Ihr Verständnis! 

 

 

Liebe Mitchristen und Gemeindemitglieder,
liebe Interessierte,

allmählich geht die Sommerzeit und somit auch die Hauptreisezeit im Jahr ihrem Ende entgegen. Viele Menschen sind und waren unterwegs. Ganz gleich ob nah oder fern, ob per Pedes, Rad oder motorisierten Hilfsmitteln. Wer sich auf den Weg macht, verändert einen Zustand oder Ort, aber besonders auch sich selbst. Das merke ich immer wieder bei meinen Wanderungen oder Pilgertouren, die ich mit großer Leidenschaft durchführe. Dabei ist es gleich wie weit ich gehe, wo ich unterwegs bin oder auch mit wem. Immer spüre ich mich und meinen Körper, bin im „Hier und Jetzt“. Vielleicht teste ich auch meine Grenzen aus oder lerne sogar sie zu überwinden. Es geht allein um die Befriedigung existenzieller Bedürfnisse, alles andere wird unwichtig. Daraus gewinne ich Kraft und Sicherheit, weil ich ganzheitlich gefordert bin. Ich bewege mich achtsam und benötige erstaunlich wenig für vollkommene Zufriedenheit. Das ist vielleicht auch der Unterschied zwischen pilgern und wallfahren. Beim Pilgern mache ich mich alleine oder vielleicht in einer kleinen Gruppe auf den Weg, doch wird mir dabei kein Tempo vorgeschrieben, das ich einzuhalten habe. Wann ich ankomme, liegt allein an mir! Was mich fasziniert und deshalb auch stark motiviert bei Pilgerwanderungen sind die Rahmenbedingungen, die sich ganz spontan und absolut unvorhersehbar ergeben. Als Pilger muss ich nicht religiös vorgebildet sein oder traditionelle Gebete und Lieder kennen. Besonders interessant ist die Feststellung, dass sich viele Menschen aus verschiedenen Gründen, häufig sehr spontan aus einer Krisensituation heraus, auf den Weg machen. Nicht immer gibt es religiöse oder spirituelle Motivationen. Ich wage zu vermuten, dass sich die Mehrheit auch nicht wegen eines religiösen Ziels den Strapazen einer solchen Reise unterzieht. Auf meinen Pilgerwanderungen habe ich viele Menschen kennengelernt, die aus unterschiedlichen Nationen und Religionen oder gar atheistischen Hintergründen gestartet sind. Sie wurden innerlich angetrieben und wussten nicht so recht von was und wohin. Auf dem Weg haben sie dann zu sich selbst – und manchmal auch zu Gott – gefunden. Das geschieht ganz von selbst, wenn man lange genug unterwegs ist.
Beim Pilgern verlieren sich die Unterschiede, die das tägliche Miteinander oft so schwermachen. Alle Menschen sind nur mit wenig Gepäck unterwegs. Beruf, Religion und gesellschaftlicher Stand sowie Hab und Gut sind eher unwichtig. Was zählt ist der Mensch selbst und die Gemeinschaft, die auf dem Weg entsteht. Obwohl es sich bei den Begegnungen meist um fremde Sprachen und Kulturen handelt, ist die Verständigung sehr leicht. Es wird mit Händen und Füßen kommuniziert, denn nur die „Sprache des Herzens“ zählt. Für mich ist deshalb jede Pilgerwanderung ein Friedensweg! Wer einen solchen Frieden erlebt hat, wird immer wieder vom Weg „gerufen“. Es gibt unzählige Wander- und Pilgerwege in und um unsere Orte. Neben Eifel- und Mosel-Jakobsweg gibt es Eifelsteig und andere Kulturwanderwege, die einladen zu Bewegung in der Natur. Mir ist es, persönlich wie auch dienstlich, ein Herzensanliegen mich auf diese Art für eine friedlichere Welt einzusetzen. Deshalb möchte ich erkunden, was die Menschen auf und an den Wegen bewegt. Was brauchen sie um das „Leben in Fülle“ zu erlangen? Mancher Pilger/Wanderer freut sich über ein erfrischendes Getränk oder ein Bett für die Nacht. Manch Daheimgebliebener kann sich vielleicht nicht selbst auf den Weg begeben, hat aber Freude daran, Menschen unterwegs kennenzulernen und zu unterstützen. Es ist herrlich, wenn er genau das bereithält, was vom anderen gebraucht wird.
Vielleicht gibt es unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, oder in Ihrem Bekanntenkreis auch Menschen, die sich für das Thema „Pilgern“ interessieren, aber nicht genau wissen, was sich alles dahinter verbirgt!? Gerne möchte ich meine Erfahrungen mit erfahrenen Pilgern und solchen, die Interesse haben, vielleicht selbst nicht gehen können oder sich nicht trauen loszugehen, teilen. Hiermit lade ich herzlich ein zu einer Fotopräsentation meiner Pilgerwanderungen in Nordspanien am 17.10.2018 um 19:30 Uhr in den Pfarrsaal in Dreis (unterm Kindergarten, Kirchstr. 16). Ich freue mich auf reges Interesse und lebendigen Austausch. Weitere Informationen unter www.pg-salmtal.de oder direkt bei mir.
Ihre und eure Gemeindereferentin Pia Groh