Willkommen

Pfarrbüro derzeit geschlossen

Aufgrund der aktuellen Situation bleibt das Pfarrbüro in Salmtal zur Infektionsvermeidung bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen!

Sie erreichen uns weiterhin telefonisch unter 06578-984960 und per Mail unter

Wir bitten um Ihr Verständnis!


Ausgebremst unterwegs
Es ist Urlaubszeit und viele Menschen sind unterwegs, wollen entspannen und diese freie Zeit genießen und erleben: wir werden ausgebremst. Auf Grund der weltweiten Corona-Krise sind Grenzen geschlossen, Urlaubsorte nicht zu errei-chen, oder wenn, dann ist da gar nichts mehr los, weil durch Corona alles dichtgemacht ist. Und dazu dann die ganzen Auflagen, die ein beschwerde-freies Genießen fast unmöglich machen. Maskenpflicht, Abstandsregeln, ein-geschränkte Bewegungsfreiheit, und vor allem die Angst, sich anzustecken, all das prägt in diesem Jahr diese Zeit der Entspannung und der Erholung, und lässt die Frage aufkommen: Ist so Erholung eigentlich überhaupt möglich?
Es ist Kirchenzeit und immer schon, so weiß es das zweite Vatikanum zu sa-gen, ist Kirche unterwegs als pilgerndes Gottesvolk. So erlebt sich auch unser Bistum Trier, will sich auf den Weg machen, will sich erneuern, will, geschüttelt von vielen Krisen, sich in gewisser Weise durch Reformen irgendwie erholen und erlebt: Wir werden ausgebremst. Unserem Bewegungsdrang als Kirche sind Grenzen gesetzt, da gibt es viele Auflagen, da gibt es ein System von Re-geln und Gesetzen, und vor allem, da ist die Angst, zu verlieren, all das prägt diese Zeit nach der Bistumssynode und lässt die Frage aufkommen: Ist so Er-neuerung überhaupt möglich?
Bei diesem Vergleich geht es mir nicht darum, gegen die eine oder andere Entwicklung innerhalb der Kirche zu schießen, ich will auf etwas ganz Anderes hinaus.
Schon immer erlebt sich Kirche und damit auch ihre einzelnen Mitglieder als Wanderer in der Zeit, dieses ständige Unterwegs sein, dass auch unsere Ur-laubszeit so sehr prägt. Ja, es gibt sogar Lebensäußerungen der Kirche, die das ganz besonders betonen: Das Wallfahren, das Pilgern.
Wallfahren, Pilgern, das bedeutet, unterwegs zu sein auf den Straßen des Le-bens. Wallfahren, Pilgern, das ist unterwegs sein im Glauben. Wallfahren, Pil-gern, das heißt, ich habe letztendlich ein Ziel vor Augen, das jenseits aller irdi-schen Ziele liegt. Auch die erreichten Ziele, wie die Wallfahrtsorte, die wir an-steuern, sind nur Zwischenstationen hin zu dem letzten endgültigen Ziel der Lebensgemeinschaft mit Gott.
So wie jeder Mensch seinen eigenen Lebensweg geht, das Leben ein ständi-ges Vergehen und Werden ist, so ist auch die Gemeinschaft der Kirche in sich selbst ein ständiges Neuwerden, muss sie missionarisch tätig sein, Menschen für die Sache Jesu begeistern, um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben, um nicht selbstgenügsam auf dem bleibenden Bestand zu altern.
Dieser Prozess, dieses Unterwegssein erfahren wir manchmal und vielleicht gerade heute als leidvoll, weil uns dieses ständige Neuwerden, das missiona-risch tätig sein, das Begeistern nicht zu gelingen scheint. Eher erfahren wir uns bekümmert als überaltert, selbstgenügsam in festgefahrenen Strukturen.
In diesen Tagen sind viele aus unserer Pfarreiengemeinschaft unterwegs zu unserem Wallfahrtsort Klausen. Und hier begegnen sie Maria, der Gottesmutter als Pieta, als Schmerzensmutter, voller Leid. – Zum Herrn gehörig. Und das heißt doch wohl auch in der Erfahrung der ganzen Ohnmacht.
Als Kirche unterwegs, es kann gar nicht anders sein, als dass wir das Unter-wegssein als leidvoll erfahren, weil wir zum Herrn gehören, zum leidenden Herrn.
Zum Herrn gehörig, das heißt nicht, vom Leid verschont zu bleiben – das wird uns wohl überdeutlich im Bild der Pieta gesagt. Da schaut beim Gnadenbild in Klausen Johannes, der Lieblingsjünger der Mutter des Herrn über die Schulter und Maria von Magdala hält noch einmal liebend den Arm des Herrn. – Maria, Johannes und Maria von Magdala, alles Menschen, die dem Herrn in ganz be-sonderer Weise zugetan sind, die ihn lieben. Zum Herrn gehörig, das heißt hier wohl: Wir sind dabei als Liebende, wie Maria halten wir aus unter dem Kreuz.
Zum Wesen der Kirche gehört der Karfreitag und das Fest der Auferstehung.
Ob das „Ausgebremst werden“, von dem am Anfang die Rede war, nicht gera-de so eine Erfahrung des Aushaltens unter dem Kreuz sein könnte? Und so fruchtbar wird, wenn, ja wenn wir lernen, dieses Ausgebremst werden in Liebe zu tragen und zu gestalten, in der Hoffnung, dass am Ende Ostern, das Leben steht.
Pfr. Johannes Jaax


Verhaltensregeln zum Besuch der Gottesdienste:
Anmeldungen zu den Gottesdiensten sind auch weiterhin erforderlich, denn wir brauchen dem Staat gegenüber einen Nachweis der Teilnehmer unserer Gottesdienste!
Wir bitten für Ihr Verständnis, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl für die jeweilige Kirche, weitere Gottesdienst-besucher abweisen müssen. Dies geschieht zur Ihrer eigenen Sicherheit. Wir bitten darum den Anweisungen des Ordnungsdienstes unbedingt Folge zu leis-ten und Beschimpfungen zu unterlassen! In diesem Zusammenhang ein weite-rer Hinweis:
Sollte an einer Kirche kein Ordnungsdienst zustande kommen, oder seine Ar-beit niederlegen, wird dort kein Gottesdienst mehr stattfinden.
Bestellte Messen: Wenn Sie wissen, dass zu einer bestellten Intention zu viele Menschen kommen würden und somit die Kapazität für einen öffentlichen Got-tesdienst überschritten wird, machen wir Ihnen das Angebot, einen Sondergot-tesdienst mit Ihrer Familie zu feiern. Gerne können Sie über das Pfarrbüro dazu einen Termin mit einem der Priester vereinbaren.
Die Maskenpflicht besteht auch weiterhin beim Besuch der Gottesdienste. Beim Betreten und Verlassen der Kirche, beim Gang zur Kommunion und beim Beten und Singen muss eine Maske getragen werden. Sollten Sie diese Aufla-ge nicht erfüllen können oder wollen, bitten wir Sie aus Rücksicht auf die Ande-ren, auf den Besuch der Gottesdienste zu verzichten und auf die vielfältigen medialen Angebote zurückzugreifen.