Pilgern verbindet – auch in Zeiten von Corona

Wir befinden uns in einer unwirklichen Zeit:

Die gesamte Menschheitsfamilie ist betroffen und wir alle werden zum Umdenken gezwungen. Vieles wird ausprobiert und eine unüberschaubare Anzahl verschiedenster Angebote im Internet sollen die geschenkte Zeit erleichtern. Viele der Tipps und Videos führen jedoch allzu oft zu purem Aktionismus. Bei einer reellen Pilgerung dabei sein kann man mit dem TV-Sender „ARTE“. Dort läuft die 5-teilige Reihe „Auf dem Jakobsweg“ (auch unter https://www.arte.tv/de/videos/087962-001-A/auf-dem-jakobsweg-1-5/).

Können wir diese überraschender Weise geschenkte Zeit nicht anders nutzen?

Die Grundhaltung des Pilgerns hilft mir persönlich sehr, mich in dieser ungewohnten Situation zurecht zu finden und anzupassen. Wie einige wissen, bin ich begeisterte „Friedenspilgerin“. Dieser Begriff stammt aus dem europäischen Sternenweg-Projekt, das in Saarbrücken seinen deutschen Ursprung hat und von Peter Michael Lupp, Kulturreferent (s. a. http://www.sternenweg.net/), als Projektleiter betreut wird. In den vergangen Tagen hat er einen Rundbrief an die Freunde und Aktiven der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. versendet, aus dem ich hiermit gerne einen Auszug weiterleite, weil er mir voll und ganz aus dem Herzen spricht:  

„In der aktuellen Situation scheint sich gezwungener Maßen ein Wandel anzubahnen. Sich behütet und geborgen fühlen ist in Zeiten in denen eine unsichtbare Gefahr weltliche Sicherheiten außer Kraft setzt ein große Herausforderung. Nun bricht vielleicht eine Zeit an, in der das IMMERWEITER hinterfragt wird und eine Rückbesinnung auf das heilsame Ritual der Reduzierung auf Wesentliches mit einher geht. Die andere unsichtbare Kraft die unsere Seelen nähren und zeitenlos verbinden kann, tritt – so verspüre ich es zumindest – aus dem Schatten. Stillstand als Rückbindung? 

Die Coronakrise sehe ich letztlich auch als Aufforderung für jeden von uns Stellung zu beziehen und zu reagieren. Vielleicht können wir sogar mit unseren Möglichkeiten des Unterwegseins und der “Wegkunst” – wie es unter uns Menschen nach der Krise weitergehen könnte – Gestalt geben.  Die einzige Antwort auf diese Krise werden Taten sein! Sie werden entweder die eine (verdornte) oder (heilende) Zukunft schaffen.  

Die Kernfrage lautet daher: Wer sind wir heute? Und wer werden wir sein, wenn diese Krise überstanden ist? Welche Taten werden dann von uns folgen um der Schöpfung mit all ihren menschlichen und nichtmenschlichen Wesen Heil zu spenden? Ich denke genau jetzt ist die Zeit diese Fragen zu stellen und um Gedanken die Taten folgen lassen zu inspirieren.

Wir sind gemeint – auch als Pilger entlang der Sterne Europas!

 In diesem Sinne erfordert die Krise in erster Linie Solidarität und Hilfe an alle die in unserem Umfeld Unterstützung benötigen!! Auf einer anderen Ebenen können wir sie auch als eine Chance zu einer Wegsuche und einem Weiterdenken in eine bessere Welt begreifen. Was werden wir mit der uns allen  eingehauchten Empathie anders machen, wenn wir diese Krise überstanden haben? Sehr gerne würde ich diesen Gedanken gemeinsam mit Euch verbreiten…”Pilgern verbindet” 

Lasst uns mit guten Gedanken und vor allem Handeln auf die Reise in die Zukunft gehen. Eine bessere Welt ist möglich!“