Rückblick Klausen-Wallfahrt „Heckenland Plus“

Nach zweijähriger Zwangspause wegen Corona konnte die Wallfahrt „Heckenland Plus“ am 07.05.2022 wieder als Sternwallfahrt nach Klausen stattfinden. Schon in der Vorbereitungsphase war davon auszugehen, dass es keine Reaktivierung bereits eingespielter Traditionen geben kann. Zu viele Rahmenbedingungen hatten sich geändert. Durch mehr Komplexität lässt sich der Alltag mit den weiter steigenden Herausforderungen immer schwerer bewältigen. Es musste ein klarer Schnitt  spürbar werden.

Mehrfache Abwägungen in Seelsorge- und Organisations-Team haben deshalb zu dem Versuch veranlasst, erstmals an einem Samstagmorgen betend mit den Füßen unterwegs zu sein. Anliegen gibt es zur Genüge: Aus- und Nebenwirkungen von Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Flutkatastrophe an Salm, Kyll und Ahr sowie die unsichere Zukunft der Kinder und Jugendlichen belasten ebenso stark wie die vielen persönlichen Anliegen von einzelnen Menschen, Familien, Einrichtungen und Betrieben. Wie soll eine Menschenseele da noch Schritt halten können mit dem hohen Tempo der komplexen und kräftezehrenden Herausforderungen im Alltag?

Auszeiten zum Auftanken der Reserven brauchen mehr Zeit und müssen intensiver werden, um zu wirken. Viele Menschen werden nachdenklicher und tiefgründiger. Sie reflektieren ihr Glaubensleben und überprüfen ihr Mensch- und Christ-Sein. Hilfe im Leben durch Austausch mit Gleichgesinnten und Gebet können stärken. So hat sich manche Gebetstradition im Unterwegssein verändert. Neben dem traditionellen Rosenkranzgebet sprechen Texte und Gebete, die das Leben in vielen Facetten widerspiegeln, auf persönliche Weise an. Sie bieten Impulse bis hin zu Lebenshilfe. Dass nur wenige Personen aus einzelnen Orten zu den Sammelpunkten unterwegs waren, hat dazu bewogen, ganz bewusst Qualität vor Quantität in den Vordergrund zu stellen. Also ganz im Sinne Jesu:

„Wo zwei oder drei Menschen in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte“ (Mt 18, 20  Übersetzung: Basisbibel).

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die sich in irgendeiner Weise in Planung, Durchführung und durch Teilnahme eingebracht haben. Nur durch das Zusammenspiel vieler Menschen jeden Alters sind gelingende Veranstaltungen möglich. Rückmeldungen zur Wallfahrt werden gerne von Pia Groh (Gemeindereferentin und geistliche Pilgerbegleiterin) entgegengenommen. Sie tragen zum Gelingen künftiger Veranstaltungen bei. Vielen Dank.