Adventskalender-2020

24. Dezember2020


Der Ochse erlebt eine ganz besondere Nacht.

„Eine Unruhe ist das heute“, brummte verärgert der mächtige Ochse von seinem Lager und warf seinen Kopf kräftig in den Nacken. Die Kühe hinter dem zerfallenen Stall muhten wiederkäuend vor sich hin. Den ganzen Tag gingen Leute vorbei Richtung Betlehem. „Sie wollen sich in die Listen eintragen, bei Quirinus dem Stadthalter“, rief ein Maulwurf aus seinem frisch aufgeworfenen Hügel. Dann warf er mit seinen rosafarbenen Schaufelpfoten ein wenig Erde nach allen Seiten und hob schnuppernd sein spitzes Näschen in die Höhe, drehte sich flugs nach unten und schlüpfte in seine dunklen, kühlen Gänge unter der Erdoberfläche zurück.
Hinter der mit etwas dürrem Heu gefüllten Futterkrippe schnaubte erneut der schwere Ochse beim Mittagsfressen. Er fand die spürbare Unruhe um ihn und den Stall herum ziemlich unangenehm. „Was ist denn eigentlich los?“ brummte er malmend.
Bis es dunkel wurde, kamen Menschen aus allen Himmelsrichtungen an dem unscheinbaren Unterschlupf der Tiere vorbei. Alle wollten in die Stadt. Ein junges Paar aus Nazaret kam spät abends auch vorbei. Die Frau war schwanger und saß auf einem Esel. Der Mann neben ihr war der Zimmermann Josef. Er stapfte müde nebenher. „Ob die noch eine Unterkunft finden?“ fragte sich ein wenig zweifelnd die meckernde Ziege. Sie lehnte an dem Baum, dessen Rinde sie tagsüber Stück für Stück abgeknabbert hatte. Tatsächlich: Nach einiger Zeit hörte sie mit schlurfenden Schritten und trockenem Getrappel die drei den Weg heranstolpern. Das Dunkel der Nacht hatte sich schon über das ganze Land ausgebreitet. Die Sterne funkelten am Himmel. „Vielleicht können wir hier unterkommen“, sprach Josef verzweifelt zu Maria.
„Wir müssen“, antwortete Maria, „denn ich kann nicht mehr und das Kind kommt gleich.“ Kaum ausgesprochen legte sie sich auf das Stroh am Boden neben den warmen Ochsen. In kleinen Wolken entwich die Atemluft seinen großen Nasenlöchern. Staunend öffnete er seine großen Augen. Auch die anderen Stallnachbarn – der Esel, ein paar Schäfchen, die Eule im Dachgebälk und die Mäusefamilie hinter der Futterkrippe – blickten überrascht zu den unerwarteten Gästen. Die Ziege lugte um die große Mauer und meckerte: „Ich hab´s doch gesagt, dass sie keine Unterkunft mehr finden werden.“ „Nicht nur du. Auch mir war klar, das wird eine unruhige Nacht. Wie soll man denn da schlafen können?“ Der Ochse drehte sich ein wenig auf die andere Seite. Sein staubiges Fell schabt dabei so auf dem rauen Boden entlang, dass kleine Staubwölkchen und einige Strohhalme aufwirbelten und Josef zum Husten reizten. Dann wurden plötzlich alle still. Die im Gebälk eben erwachte Eule drehte ihren Kopf fast einmal um ihre eigene Achse und blickte starr mit ihren grell blitzenden Augen nach unten auf die Frau. Etwas ganz Außergewöhnliches geschah. Alle Tiere spürten die Anspannung. Im schwachen Licht der Stalllampe, die Josef angezündet hatte, war kaum etwas zu sehen. Er hatte sich über Maria gebeugt. Sie lag und wand sich am Boden auf dem Strohlager. Aufgeschreckt wandte der Ochse seinen Kopf nach hinten über seine massige Schulter und blickte mit seinen riesigen dunklen Augen zu Futterkrippe. Dann verharrte er wie auch die anderen Tiere still in der nachtkühlen Stallluft.
Da ertönte plötzlich ein helles, quäkendes Geschrei. Schlagartig wussten es die Tiere: Das war eine Geburt. Der mächtige Ochse riss seine ohnehin schon großen, dunklen Kugelaugen noch weiter auf. Bewegungslos staunte er dumpf muhend über das eben geschehene Wunder. Völlig aufgelöst flatterten ein paar Fledermäuse mit ihren ledrigen Flügeln zwischen den Dachbalken hin und her. Maria hatte ein Kind auf die Welt gebracht. Josef streichelt Maria über das Gesicht. Sie waren voller Dankbarkeit und freuten sich sehr. Schnell half Josef Maria, das Kind in die mitgebrachten Tücher einzuwickeln. Dann legten sie noch etwas Stroh und Heu in die Futterkrippe. „Für dieses Kind dürft ihr gerne etwas von meinem Futter nehmen“, brummte der Ochse freundlich und warf einen schrägen Blick in die Krippe. Dort hinein betteten die Eltern ihr Kind, den kleinen Jesus. Maria und Josef hatten ganz vergessen, dass sie in einem Stall waren und um sie herum viele Tiere standen oder lagen.                              Lukas 2, 1-10

Von: Uli Geißler
In: Meine Tiergeschichten aus der Bibel, Gabriel Verlag

 

Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

 

 

22. Dezember2020

Die ganz besondere Familie

„Es wird kühler“, wisperte Maria. „Bald holen sie uns wieder raus.“ – „Hm“, brummelte ihr Mann. Das Baby strampelte. „Ob das Moos diesmal trocken ist?“, flüsterte Maria wieder. „Ihr habt wenigstens Moos.“ Balthasar wohnt eine Lage tiefer als die kleine Familie. „Wir stehen immer im Sand.“ „Scht, weg da.“ Maria zupfte an ihrem Mantel. Die Schafe wurden übermütig und begannen an ihrem Mantelsaum zu knabbern. „Wird Zeit, dass die kleinen Biester an die Luft kommen“, stellte der Hirte nüchtern, doch liebevoll fest. Die langen Ohren des Esels kitzelten die Nase des Ochsen. Der nieste. Dem Esel entfuhr erschreckt ein lautes Iah. Das weckte Kaspar und Melchior, die beiden Freunde Balthasars, auf. „Ein Lärm wie auf dem Marktplatz“, schimpfte Kaspar und rückte seinen Turban zurecht. „Ist es schon wieder soweit?“, fragte er dann. „Bald“, antwortete Maria. Ihr Mann nickte unmerklich. „Hoffentlich vergessen sie uns nicht wieder.“ Melchior wollte raus. Er war direkt neben dem Kamel untergebracht und selbst nach den vielen Jahren war ihm das große Tier nicht ganz geheuer. Füße tappten heran. Etwas schüttelte die kleine Familie, die Tiere, den Hirten und die drei Freunde durch. Ängstlich biss eins der Schafe in Marias Mantel. Vorsichtig wurde die Schachtel eine Treppe hinaufgetragen. Als der Deckel abgehoben wurde, umgab die Bewohner der Schachtel ein feiner Duft von Gewürzen und Gebackenem. Sanfte Finger stellen Ochs und Esel in ihren kleinen Stall. Das schlafende Baby wurde in die Krippe gelegt. Rechts und links davon fanden Josef und Maria ihren Platz. Die Schäfchen sahen neugierig zur Krippe mit dem Baby und probierten vom Moos. Es war trocken. Der Hirte lugte zur Stalltür herein. Den Stall selbst und alles um ihn herum tauchten nun viele kleine Kerzen in ein geheimnisvolles Licht. Geschenkpapier raschelte. „Uns ist ein Kindlein heut geborn…“, sangen die Menschen und die Krippenfiguren summten leise mit. „Und dafür liegen wir nun das ganze Jahr in dieser Schachtel“, grummelte Josef mit einem Lächeln. „Nein“, widersprach Maria mit leuchtenden Augen und zwinkerte ihrem Baby zu, „dafür dürfen wir raus, weil wir eine ganz besondere Familie sind.“                              Text: © Elke Wachner    

Hier gibt es passend zur Geschichte noch was zum Basteln          Download                          

19. Dezember2020

So, jetzt mal noch schnell ein paar Plätzchen backen….

Hafertaler  (einfach und schnell)

Zutaten:

  • 125 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 80 g gehackte Mandeln
  • 90 g Haferflocken
  • 80 g Mehl
  • ½ TL Backpulver

 

 

Zubereitung:
Butter, Zucker und Ei schaumig rühren, dann die anderen Zutaten dazugeben, Von dem gut durchgearbeiteten Teig mit dem TL kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech setzen und ca. 15 Minuten bei 190° C goldgelb backen.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

18. Dezember2020

Nur noch eine Woche bis Weihnachten! Damit es bis dahin nicht allzu langweilig wird, gibt es heute ein Rätsel zum Zeitvertreib.

Von: Daria Broda, www.knollmaennchen.de    In: Pfarrbriefservice.de

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es das Rätsel als Download Download

17. Dezember2020

Bild: Christian Badel, www.kikifax.com,            In: Pfarrbriefservice.de

 

Der Basteltipp: Pappteller-Engel     

Was du brauchst:

– einen weißen Pappteller
– Schere und Bastelkleber
– Buntstifte oder Filzstifte
– Wollfäden als Haare

 

 

So wird’s gemacht:

  1. Zuerst zeichnest du auf den Pappteller mit einem Stift die Linien, die ausgeschnitten werden. In der Mitte kann man die Umrisse von Kopf und Flügelansatz erkennen. An beiden Seiten des Tellers wird eine Linie eingezeichnet, die nicht ganz bis in die Mitte geht.
  1. Schneide nun mit einer Schere die Form aus und bring die beiden Schnitte an.
  1. Biege jetzt den ausgeschnittenen Engel so, dass du die beiden Einschnitte ineinander stecken kannst.
  1. Klebe nun die Wollfäden als Haare auf und male den Pappengel mit Stiften farbig an.

Text und Bilder von: Christian Badel, www.kikifax.com, In: Pfarrbriefservice.de

Hier findet ihr die Bastelanleitung nochmal in größeren Bildern Download

16. Dezember2020

Die Legende vom Strohstern

Als die Hirten auf den Feldern Bethlehems von der Geburt des Kindes gehört hatten, machten sie sich gleich auf den Weg, um es zu sehen. Auf dem Heimweg überlegten sie, was sie dem Kind bei ihrem nächsten Besuch schenken wollten: frische Schafsmilch, Mehl, Fett und ein warmes Fell.
Nathaniel der kleine Hirtenjunge, hatte nichts zum Verschenken. Das machte ihn traurig. Als er auf seinem Strohbündel lag, konnte er lange nicht einschlafen. Immer musste er an das Kind im Stall denken. Von draußen leuchtete hell der Weihnachtsstern auf sein Lager und tauchte die einzelnen Strohhalme in ein warmes Licht. Da wusste Nathaniel plötzlich, was er dem Kind schenken konnte: einen Stern aus Stroh!
Leise, um die anderen nicht zu wecken, stand er auf. Mit einem Messer schnitt er ein paar Halme zurecht und legte sie zu einem Stern zusammen. Mit einem Wollfaden band er die Halme zusammen.
Am nächsten Tag, als die Hirten gemeinsam aufbrachen, trug Nathaniel den kleinen Stern aus Stroh vorsichtig in seinen Händen. Er wartete, bis die anderen ihre Geschenke dem Kind in die Krippe gelegt hatten. Dann trat er zu dem Kind und hielt ihm mit zitternden Händen seinen Strohstern hin.
Das Kind hielt den Stern fest und lächelte ihn an. Da wurde auch Nathaniel sehr froh.
Nacherzählt von Sabine Stadtfeld

Download  Strohsterne selbst basteln. Los geht´s…

15. Dezember2020

Einladung zur besinnlichen Advents- und Weihnachtszeit für Groß und Klein

Weil dieses Jahr alles etwas anders ist, gibt es in der Arenrather Kirche diesmal auch was Besonderes in der Advents- und Weihnachtszeit.
Eingeladen sind Groß und Klein die sich auf Weihnachten freuen und jeder kann für sich Weihnachten in einer anderen Form entdecken.
So könnt Ihr an einer Pinnwand weihnachtliche Ideen (z.B. Weihnachtsgedichte, Backrezepte..etc.) zum Austausch hinhängen oder auch mitnehmen.
Für die Kinder steht in der Kirche ab dem 13.12. (3. Advent) ein Baum, der geschmückt werden möchte.
Hier können die Kids zu Hause was Schönes basteln (vielleicht einen Stern oder ein Engel).
In einer Spielecke für Kinder gibt es einiges zu entdecken (hier können die Eltern den Kleinen die Weihnachtsgeschichte vorlesen). Wir hoffen damit Advent und Weihnachten in die Familien zu bringen.
      In diesem Sinne – Euer Familiengottesdienstkreis
P.S. Bitte beim Besuch um Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln.

 

 

 

14. Dezember2020

Weihnachten – Jesus ist das Licht in der Nacht


Im Download findet Ihr die Geschichte
„Die Halle der Welt mit Licht erfüllen“
mit einem Lied und dazugehörigen Bibelstellen

Download

 

 

Passend zur Geschichte gibt es hier noch eine Bastelidee:

Kerze mit Kreidestaub
Dazu braucht man:
Eine dicke Kerze in weiß oder cremefarben,
bunte Kreide (Straßenkreide geht auch),
eine Bastelschere und
einen Zahnstocher

Jetzt kann es losgehen: Mit dem Zahnstocher ritzt man Muster in die Kerze. Wenn man mit der Schere über die Kreide reibt, entsteht Kreidestaub. Der Kreidestaub wird mit den Fingern über den eingeritzten Mustern verteilt. Zum Schluss nochmal drüber pusten um den restlichen Staub zu entfernen. Fertig ist eine schöne bunte Kerze, die es so nur einmal gibt!

Wir sind gespannt auf eure Fotos…

13. Dezember2020

Das Fest der heiligen Lucia

Das lateinische Wort „lux“ heißt auf Deutsch „Licht“. Lucia ist also die Lichtbringerin. Besonders in Schweden wird das Fest dieser Heiligen begangen – am 13. Dezember schenkt man sich dort kleine Aufmerksamkeiten. Mädchen bekleiden sich mit weißen Gewändern, die bis zu den Füßen reichen. Auf dem Kopf tragen sie Kronen, die mit Mistelgrün umwunden sind. Darauf werden Kerzen gesteckt. Das sind „Luciabräute“, und in Schulen und Betrieben finden überall Luciafeiern statt. Die Lichtermädchen ziehen währenddessen von Haus zu Haus, in Krankenhäuser, Altenheime und sogar in Gefängnisse, wo sie Adventslieder singen und kleine Geschenke bringen. In Lucias Heimatstadt Syrakus wurde das Fest schon um 400 n. Chr. begangen. Die zahlreichen Legenden, die sich auch um die heilige Lucia ranken, wollen uns verdeutlichen, dass Lucia ihren festen Halt in Gott hatte und alle irdische Gewalt sie nicht davon abbringen konnte.                                                                                       Quelle: G. Weidinger: Mit Kindern das Kirchenjahr erleben

 

11. Dezember2020

Ein Weihnachtsstern für die kleine Oma
Wie jedes Jahr im Advent sind viele Fenster weihnachtlich geschmückt. Nur das Fenster von Oma Klein, die von allen in der Straße „die kleine Oma“ genannt wird, ist dunkel und leer. Komisch. Früher hat die kleine Oma immer das schönste Adventsfenster gehabt. Alle wundern sich. Was ist los mit Oma Klein? Das fragt sich Oma Klein auch. Sie hat einfach keine Lust, ihr Haus weihnachtlich zu schmücken.
„Für wen?“, fragt sie traurig und denkt an ihre Kinder, die nach USA umgezogen sind. Seither fühlt sie sich allein, und das ist kein schönes Gefühl.
„Für mich allein lohnt sich das Schmücken nicht“, sagt Oma Klein. „Es ist ja niemand da, der sich darüber freut.“ Die kleine Oma ist wirklich sehr traurig, doch weil sie über ihren Kummer nicht redet, weiß das keiner. Keiner? Nun, der Winter ist gar nicht damit einverstanden, dass die kleine Oma so traurig ist, und eines Nachts zaubert er eine Eisblume, die wie ein Adventsstern aussieht, an Oma Kleins kahle Fensterscheibe. Wie freut sich da die kleine Oma, als ihr morgens der Stern vom Fenster entgegenfunkelt! Ein Wunder? Lange schaut die kleine Oma auf den Stern, und ihr wird warm ums Herz. „Ich kann mich noch freuen!“ ruft sie und wischt sich ein paar Freudentränen von der Backe. „Schön ist das Leben!“
Da kitzelt ein Sonnenstrahl den Eisblumenstern. Der blinkt Oma Klein einen Abschiedsgruß zu, dann löst er sich in viele kleine Wassertropfen, die langsam die Fensterscheibe herabrinnen. „Danke, Wunderstern!“ ruft ihm die kleine Oma hinterher.
Dann eilt sie in den Speicher, um den Weihnachtsschmuck zu holen. Viel hat sie heute zu tun: Tannenzweige kaufen, das Fenster schmücken, einen Adventskranz binden und backen. Wie jedes Jahr nämlich will sie die Kinder aus der Straße zum Plätzchenessen, Teetrinken und Geschichtenerzählen einladen. Die kleine Oma freut sich darauf, und während sie ihre Vorbereitungen trifft, denkt sie sich neue Geschichten aus, die sie den Kindern in den nächsten Tagen bis Weihnachten erzählen wird.                                                                                       Elke Bräunling

10. Dezember2020

In der Adventszeit basteln wir Sterne, Weihnachtsdeko und vielleicht was schönes zum Verschenken. Und es werden viele leckere Sachen zum Naschen gebacken. Aber habt ihr gewusst, das es auch in der Bibel Rezepte zum Backen gibt??? Nein? Dann schaut mal hier Download nach. Viel Spaß beim Ausprobieren. Wir freuen uns über Fotos von euren leckeren Werken.