Heidweiler

epson185 Um die Kirche in Heidweiler rankt sich eine nette Legende. Im Unterdorf sollte das Gebäude von St. Vincentinus ursprünglich entstehen. Die Heidweilerer schafften die Baumaterialien dorthin, doch als sie am nächsten Morgen zur Baustelle kamen, war das Material weg. Es lag auf einer Anhöhe südlich des Ortes. Das Spielchen wiederholte sich mehrere Male und schließlich beschlossen die Pfarrangehörigen die Kirche an dem Platz zu bauen, an dem das Material immer wieder auftauchte. Dort steht die 1416 erbaute Kirche bis heute.
Sie zählt zu den ältesten im Heckenland und besaß mit Greverath, Dierscheid, Rodenerden, Dodenburg, Heckenmünster und Bergweiler einst ein großes Einzugsgebiet. Sehenswert sind die Jugendstilbemalung und der Hochaltar mit Rokokoschnitzereien der Kirche, die mit großem Engagement der Bürger renoviert wurde.epson186
Der Chor wurde 1644 gebaut. Der Hochaltar ist der ehemalige Seitenaltar einer Kirche aus Piesport. Die Kirche wurde im 20. Jahrhundert renoviert.
Über dem Taufbecken ist das Wappen der Grafen aus Dodenburg, die früher nach Heidweiler zur Messfeier kamen. Die Orgel wurde 2002 restauriert. Schutzpatron:  St. Vinzenzius
Filialkirchen:    St. Hubertus, Greverath  und  St. Laurentius, Dierscheid
Wichtiges:  Altar, Ambo, Beichtstuhl, Kanzel, Kommunionbank, Luxemburer Muttergottes, Kreuz und Kelch aus dem 15./16. Jhd.
Brauchtum ( nur in Heidweiler ) :     Marienprozession ( 01.05. ),    Bruderschaftsfest ( im Juli )
Gebeine im Altar:   Seel. Peter Fridhofen &  Schwester Blandine Merten

Filialkirche St. Laurentius, Dierscheid

epson181 Dierscheid gehört zur Pfarrei Heidweiler. Schutzpatron ist der hl. Laurentius.1745 erbauten die Dierscheider ein Heiligenhäuschen, welches 1796, nach völliger Zerstörung durch ein Feuer, zu einer Kapelle erweitert wurde. Seit 1950 besitzt diese nun auch ein Seitenschiff und eine Sakristei.

Filialkirche St. Hubertus Greverath

epson173 Bei der ersten tridentinischen Visitation im Jahre 1569 besaß die Kapelle einen Altar, einen bleiernen Kelch und je eine Stiftung für den heiligen Hubertus und die heilige Margaretha. Im Zeitpunkt der Visitation war die Kapelle dem heiligen Hubertus geweiht.
Im Jahre 1683 wurde eine neue Kapelle gebaut, welche den heiligen Wendelinus als Patron hatte. Diese Kapelle wurde im Jahre 1860 durch einen Neubau ersetzt, dessen Baukosten sich auf 2.212 Thaler beliefen. Diese Kapelle wurde wieder dem hl. Hubertus geweiht.
Zur feierlicheren Gestaltung der Gottesdienste wurde im Jahre 1979 für 2.500 D-Mark ein Harmonium angeschafft.
Letztmalig wurde diese Kapelle um die Jahrtausendwende grundlegend renoviert. Dabei wurde u.a. eine  Gasheizung eingebaut, der Bodenbelag komplett erneuert, die Holzinnenverkleidung entfernt, die Beleuchtung erneuert, die Bänke überarbeitet und die Kapelle komplett neu angestrichen. Die Kommuniuonbank wurde zu einem Zelebrationsaltar umgearbeitet.
Diese sehr umfangreichen Renovierungen wären ohne die finanzielle Unterstützung des damals in Greverath wohnenden Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Bremm sicherlich nicht möglich gewesen. Dafür sei ihm posthum nochmals gedankt.
So ist die Kapelle, die einen geschlossenen neogotischen Eindruck hinterläßt, im Inneren eine der schönsten Kapellen weit und breit, auf die die Grevrather mit Sicherheit stolz sein können.
Altäre:
Beim Neubau der Kapelle im Jahre 1860 wurde von dem Schreinermeister Paul Raskopp aus Bausendorf, einem Vorfahren des später in Greverath tätigen Lehrers Karl- Werner Simon, ein neuer Hauptaltar angefertigt. Dieser kostete damals 280 Thaler.
Nach der Chronik der Verbandsgemeinde Wittlich- Land ließ die Gemeinde zur weiteren Verschönerung der Kapelle die alten Nebenaltäre, die aus der vorhergehenden Kapelle stammten, für 72 Thaler vergolden.
Bezüglich der Nebenaltäre stellt Gerd Bayer in seiner Schrift „Die Altarbauer Raskob aus Bausendorf“ dies jedoch vehement in Abrede. Da die Ausstattung der Kapelle aus einem Guss ist, kann es nach seiner Meinung nur so sein, dass die alten Seitenaltäre entweder umgearbeitet wurden oder aber entfernt, verkauft und durch neue ersetzt wurden.epson174
Glocken:
In den Kriegsjahren 1914 – 1918 mussten die Glocken der Kapelle abgeliefert werden, weil sie zu Kanonen umgeschmolzen wurden.
Nach dem Krieg wurden im Jahre 1920 zwei neue Glocken bei der Firma Mark in Brockscheid in Auftrag gegeben. Sie hatten die Töne „F“ und „G“ und kosteten pro Kilo 53 Mark.
Diesen Glocken war jedoch das gleiche Schicksal beschieden wie den vorherigen. Im Laufe des zweiten Weltkrieges mussten sie auch für Kriegszwecke abgeliefert werden.
Nach dem Krieg wurden zunächst Eisenglocken beschafft, welche im Jahre 1965/66 durch neue Bronzegussglocken ersetzt wurden. Dabei wurde das Geläut gleichzeitig auf Elektrobetrieb umgestellt.