Salmtal

 

Martin von Tours – Der Namenspatron der Pfarrkirche

Rechts neben dem Altarraum sehen wir in unserer Pfarrkirche ein Sandsteinrelief, das den heiligen Martin darstellt, wie er vor den Toren der Stadt Amiens in einer kalten Winternacht seinen Soldatenmantel mit einem Bettler teilt. Diese Legende ist den meisten Christen bekannt – ebenso wie auch die Geschichte, nach der das Geschnatter der Gänse Martins Versteck verraten habe; dort hatte der Heilige sich verborgen, um der Bischofswürde zu entgehen…
Allerdings waren diese beiden Ereignisse sicher nicht allein ausschlaggebend dafür, dass Martin einer der ersten Nichtmärtyrer war, die als Heilige verehrt wurden und werden.

Geschichte der Filialkirche „St. Gangolf“ Dörbach

Der Ortsname Dörbach bedeutet dürrer oder trockener Bach und beschreibt damit die Lage des Dorfes am Bendersbach.

Die Entstehung des Ortsnamens kann ins 10. Jahrhundert gerechnet werden, da zu dieser Zeit eine ganze Reihe von Dörfern mit der Endung auf – bach genannt werden. Ein weiterer Hinweis könnte auch das Patrozinium des hl. Gangolf sein. So wurde in Trier durch den Erzbischof Theoderich eine Marktkirche gegründet, die dem hl. Gangolf geweiht war. 1018 und 1148 war Trier Aufbewahrungsort seiner Reliquien.
Der hl. Gangolf, dem seit der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts auch zahlreiche Kirchen, Kapellen und Altäre geweiht wurden, gilt als Patron der Gerber, Schuhmacher und Eheleute, ferner der Pferde und kranken Haustiere. In Dörbach wird ein Gangolfsbrunnen erwähnt, da Gangolf auch mit Heilquellen in Verbindung gebracht wird. Die Lage des Brunnes Konnte nicht ermittelt werden.

Zur Geschichte des Bildstocks und der Schönstatt-Kapelle

Der am 07.01.1914 in Kyllburg geboren Pater Klaus Brantzen (verstorben am 07.12.1993) war schon bereits vor dem Krieg in den Schulferien als Kind oft in Dörbach, denn viele Bewohner des Ortes sind mit ihm verwandt. Er sammelte Jungen und Mädchen um sich, machte sie mit Schönstatt bekannt und fuhr auch ab und an mit ihnen zur Wallfahrt dorthin.
Nach dem Krieg setzte der junge Pater diese Arbeit fort und bald waren es auch Erwachsene, die sich den Wallfahrten anschlossen.Pater Klaus Brantzen brachte immer gutes Leben in den Ort. Bald entstand die Idee, einen Bildstock zu errichten.

Auf Initiative des Mitgliedes der Schönstattgemeinschaft Pater Klaus Brantzen wurde im Juli 1947 dann ein Bildstock mit dem Gnadenbild der „Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt“ auf dem Kellerberg in Salmtal (Ortsteil Dörbach) errichtet und eingewiehen.
Als es den vielen Menschen, die hierher kamen um zu beten, der Bildstock nicht mehr genügte wurde an gleicher Stelle im Jahre 1965 zu Ehren der Mutter Gottes mit dem Bau einer Kapelle begonnen. Die feierliche Einweihung der neu erbauten Kapelle erfolgte 20 Jahre nach Errichtung des Bildstocks am 23.07.1967.

Am 27.08.1972 zum 25. Gedenktag fand anlässlich einer Feierstunde die Krönung des Gnadenbildes statt. Zu diesem Anlass sandte der damalige Diözesanpräses der Schönstattfamilie in der Diözese Trier und zugleich Vertreter des Bischofs, Pastor Heinz Künster aus Koblenz, der früher als Kaplan Religionslehrer an der Kreis-Berufsschule in Wittlich und nebenbei Pfarrverwalter in Bergweiler tätig war, Grüße und Glückwünsche.

Wie durch eine Fügung durch die Gottesmutter wurde Pastor Künster später von 1986 – 1992 Pfarrer der Seelsorgeeinheit von Salmtal und Heckenmünster. Er ist am 02.11.2016 im Alter von 91 Jahren in Koblenz-Arenberg verstorben.

  • Am Fest Maria Himmelfahrt am 15.08.1987 erfolgte zum 40. Gedenktag im Marianischen Jahr die Erneuerung der Weihe an die Gottesmutter von Schönstatt.
  • Am 14.10.1990, also 25 Jahre nach dem Bau der Schönstatt-Kapelle, wurde nach einer gründlichen Renovierung und Verschönerung der Kapelle eine Weihestunde gehalten.
  • Zum 50. Gedenktag am 09.08.1997 erfolgte eine Schönstatt-Feier mit Lichterprozession und anschließendem Zusammensein im Bürgerhaus in der Gaas mit Fotoausstellung und einem DIA-Vortrag.
  • Am 01.09.2007 zum 60. Gedenktag wurde eine Lichterprozession zur Schönstatt-Kapelle auf dem Kellerberg durchgeführt.
  • Auch zum 65. Gedenktag am 29.09.2012 wurde nach der Vorabendmesse wieder eine Lichterprozession zur Ehre der Gottesmutter gehalten.

Dieses Schönstatt-Heiligtum von Salmtal-Dörbach hat sich inzwischen zu einem kleinen Wallfahrtsort entwickelt.
Viele Einzelbeter oder kleinere Gruppen finden sich dort ein. Zu der Kapelle mit dem Gnadenbild an dieser Marienstätte auf dem Kellerberg pilgern alljährlich viele Menschen aus Salmtal und der näheren Umgebung um Trost im Leiden und Kraft zur Meisterung des Lebens zu suchen. Verschiedene Votivtafeln berichten von Gebetserhörungen auf die Fürbitte der Dreimal Wunderbaren Mutter und des Pater Josef Kentenich (1885 – 1968).